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Drei Farben - Blau (1993)
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Regisseur:
Drehbuchautoren:
Premierendatum:
4. November 1993 (Deutschland)
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Genre:
Drama | Musik | Mystery | Romanze
Nutzerkommentare:
Der Schritt aus dem Schatten
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Diskussionsforen
Plaudern Sie über diesen Film mit anderen Nutzern im IMDb Diskussionsforum für Drei Farben - Blau (1993)Besetzung
(Hauptdarsteller)| Juliette Binoche | ... | Julie Vignon - de Courcy | |
| Benoît Régent | ... | Olivier (als Benoit Regent) | |
| Florence Pernel | ... | Sandrine | |
| Charlotte Véry | ... | Lucille (als Charlotte Very) | |
| Hélène Vincent | ... | La journaliste (als Helene Vincent) | |
| Philippe Volter | ... | L'agent immobilier | |
| Claude Duneton | ... | Le médecin | |
| Hugues Quester | ... | Patrice (Mari de Julie) | |
| Emmanuelle Riva | ... | La mère | |
| Florence Vignon | ... | La copiste | |
| Daniel Martin | ... | Le voisin du dessous | |
| Jacek Ostaszewski | ... | Le flutiste | |
| Catherine Therouenne | ... | La voisine | |
| Yann Trégouët | ... | Antoine (als Yann Tregouet) | |
| Alain Ollivier | ... | L'avocat |
Weitere Details
Auch bekannt als:
"Trois couleurs: Bleu" - Frankreich (Originaltitel)
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Länge:
98 Min
Land:
Frankreich | Polen | Schweiz
Sprache:
Französisch | Rumänisch | Polnische
Farbe:
Farbe (Eastmancolor)
Seitenverhältnis:
1,85 : 1 Mehr ansehen »
Tonverfahren:
Dolby SR
Altersfreigabe:
Kanada:14 (New Brunswick/Nova Scotia/Prince Edward Island) (DVD rating) | Portugal:M/12 (Qualidade) | Südkorea:15 | Argentinien:13 | Australien:M | Chile:14 | Finnland:K-12 | Frankreich:U | Deutschland:12 | Hong Kong:IIA | Niederlande:AL | Singapur:M18 | Spanien:13 | Schweden:11 | UK:15 | USA:R | Island:L
Drehorte:
Cité du Midi, Paris 18, Paris, FrankreichMehr ansehen »
Firma:
Unterhaltsames
Bezüge zu anderen Titeln:
Ausschnittsweise enthalten in "The Story of Film: An Odyssey: Episode #1.1" (2011)Mehr ansehen »
Mehr ansehen (1 insgesamt) »
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Unternehmen.
Die französisch-polnische Produktion "Drei Farben: Blau" bildet den ersten Teil einer Trilogie des Regisseurs Krzysztof Kieslowski, welche die Themen der französischen Revolution - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - umzusetzen versucht. Den Farben der Tricolore folgend befasst sich dieser erste (1993) und nach überwiegender Meinung der Kritik auch beste Film mit der Freiheit.
Die junge Frau Julie Vignon - de Courcy (Juliette Binoche, 29) verliert bei einem Unfall ihre junge Tochter und ihren Mann, einen berühmten Komponisten. Alleine zurückgelassen bricht sie - scheinbar unbeteiligt - alles ab, was ihr Leben bisher ausmachte. Ihr reduziertes Leben in einer alten Pariser Stadtwohnung zelebriert geradezu einen stilisierten Selbstmord der früheren Prominentengattin.
Doch ihre zunächst starre Fassade bröckelt - was offenbar immer erregender zu ihr durchzudringen vermag, ist die Musik. Zunächst wundert man sich noch über die Faszination, die eine unfertige Komposition ihres verstorbenen Mannes auf sie auszuüben scheint ...
Die Story, quasi ein künstlerisches "coming out" durch einen Schicksalsschlag, überrascht und fasziniert. Ein großes, im Sinne des Wortes verstecktes Talent gewinnt durch den Verlust ihrer Familie die Freiheit, in die Welt zu treten.
Juliette Binoche wirkt in manchen Rollen distanziert, scheint ihre Emotionalität zu unterdrücken und ist für den Zuschauer nicht leicht zu begreifen. Für diesen Film aber könnte man kaum eine bessere Besetzung finden.
Durch die ruhige, geduldige Entwicklung der Handlung, durch die Fast-Alleinstellung der jungen Frau und somit nahezu ungestört von den zurückhaltend entwickelten Nebenfiguren erhält die dezente Darstellung und die feingliedrige Persönlichkeit von Juliette Binoche ausreichend Raum, ihre Wirkung auf den Zuschauer zu entfalten.
Für mein Empfinden ist dies nicht nur der wirklich sehenswerte Teil der Trilogie, sondern vielleicht auch eine Umgebung, welche überzeugend mit den speziellen Talenten einer Juliette Binoche harmoniert.
Die Produktion zählt sicher zu den unbedingt sehenswerten Filmen. Da fragt sich vielleicht mancher, warum dem Werk kein größerer Erfolg beschieden war.
Das könnte an der Treue des Regisseurs zu seinem Freund Preisner liegen. Leider wird der ansonsten gute Gesamteindruck durch die offensichtlich für Musiklaien gewählte, weichgespülte Spätromantik des polnischen Autodidakten Zbigniew Preisner heruntergezogen. Dem Film wäre eher das Niveau guter klassischer Kompositionen angemessen gewesen, wenn nicht sogar eine zumindest anklingende moderne Harmonik. Passend zum französisch/europäischen Hintergrund hätte man sich z.B. modernere Werke des französischen Komponisten Saint-Saëns gut vorstellen können.
Die Wahl der Werke ist in einem Film, der sich zentral um die Musik dreht, in der sogar eine Komponistin die Hauptrolle spielt, keineswegs nebensächlich. So gleitet der Film insgesamt ohne Not in Richtung bitter-süßliche Romantik ab. Wenn man auf damit auf das Publikum gezielt hat, das Chocolat mochte, ist die Rechnung jedenfalls nicht aufgegangen.
Nun, jedem das Seine. An der Seine erhielten Jean-Claude Laureux und William Flageollet sogar einen César für den besten Soundtrack. In guter Tradition schlechter musikalischer Bildung? Stravinskis "Sacre du Printemps" war bekanntlich in Paris uraufgeführt und bis zum Abbruch ausgepfiffen worden - ein trauriger Tiefpunkt der Musikgeschichte und ein ganz besonderes Verständnis für die Bedeutung des Wortes "liberté".
Das Werk von Krzysztof Kieslowski sollte mit dem 1994 veröffentlichten "Drei Farben: Rot" abgeschlossen sein; er starb im Alter von 54 Jahren am 13. März 1996 während einer Herzoperation in Warschau.
7* I0041 6.3.2011e 12 Absätze