1 von 1 Nutzern fanden den folgenden Kommentar hilfreich: Eine Sensation, 12. August 2009
Verfasser:
rdw aus Vereinigtes Königreich
Mit den K.-o.-Schlägen Reservoir Dogs von 1992 und Pulp Fiction von
1994 verschlug der Drehbuchautor und Regisseur Quentin Tarantino der
Filmwelt den Atem und katapultierte sich unter die Prominenz der
cineastischen Schwergewichte. Aber Pulp Fiction war mehr als nur die
Fortsetzung zu einem beeindruckenden ersten Film; mehr als der Gewinner
der Goldenen Palme beim Filmfestival in Cannes; mehr als ein Drehbuch
voller saftiger Dialog-Kaugummis, auf denen die Schauspieler so gerne
herumkauen; mehr als das Instrument, das John Travolta wieder in der
ersten Riege etablierte; mehr als das Independent-Vorzeigeprodukt mit
relativ geringem Budget (8 Millionen Dollar) und einer ultrahippen
Mixtur etablierter Namen und aufsteigender Sternchen der Indieszene
(darunter Samuel L. Jackson, Uma Thurman, Bruce Willis, Ving Rhames,
Harvey Keitel, Christopher Walken, Tim Roth, Amanda Plummer, Julia
Sweeney, Kathy Griffin und Phil Lamar). Es war sogar mehr als nur ein
unerwarteter 100-Millionen-Dollar-Gewinn für den Indieverleih Miramax.
Pulp Fiction war eine Sensation.
Nein, es war keine Wiedergeburt (eigentlich halte ich Reservoir Dogs
für den substanzreicheren Film; und Paul Thomas Anderson übertraf
Tarantino 1997, indem er sein Regie-Debüt mit zwei noch reiferen und
besseren Filmen, Last Exit Reno und Boogie Nights hinlegte). Aber Pulp
Fiction lädt seine nicht-chronologisch verwobenen Kurzgeschichten (alle
über Versuchung, Korruption und Wiedergutmachung unter modernen
Kriminellen, großen und kleinen) mit so viel Energie und
Erfindungsreichtum auf, dass die Zuschauer sowohl erheitert als auch
erschöpft den Saal verlassen -- mit klopfendem Herzen und verkrampften
Händen von der Fahrt. (Ach, und der ansteckende, Surfgitarren-lastige
Soundtrack ist schmackhafter als ein Hamburger Royal mit Käse.) --Jim
Emerson
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Eine Sensation, 12. August 2009
Verfasser: rdw aus Vereinigtes Königreich
Mit den K.-o.-Schlägen Reservoir Dogs von 1992 und Pulp Fiction von 1994 verschlug der Drehbuchautor und Regisseur Quentin Tarantino der Filmwelt den Atem und katapultierte sich unter die Prominenz der cineastischen Schwergewichte. Aber Pulp Fiction war mehr als nur die Fortsetzung zu einem beeindruckenden ersten Film; mehr als der Gewinner der Goldenen Palme beim Filmfestival in Cannes; mehr als ein Drehbuch voller saftiger Dialog-Kaugummis, auf denen die Schauspieler so gerne herumkauen; mehr als das Instrument, das John Travolta wieder in der ersten Riege etablierte; mehr als das Independent-Vorzeigeprodukt mit relativ geringem Budget (8 Millionen Dollar) und einer ultrahippen Mixtur etablierter Namen und aufsteigender Sternchen der Indieszene (darunter Samuel L. Jackson, Uma Thurman, Bruce Willis, Ving Rhames, Harvey Keitel, Christopher Walken, Tim Roth, Amanda Plummer, Julia Sweeney, Kathy Griffin und Phil Lamar). Es war sogar mehr als nur ein unerwarteter 100-Millionen-Dollar-Gewinn für den Indieverleih Miramax. Pulp Fiction war eine Sensation.
Nein, es war keine Wiedergeburt (eigentlich halte ich Reservoir Dogs für den substanzreicheren Film; und Paul Thomas Anderson übertraf Tarantino 1997, indem er sein Regie-Debüt mit zwei noch reiferen und besseren Filmen, Last Exit Reno und Boogie Nights hinlegte). Aber Pulp Fiction lädt seine nicht-chronologisch verwobenen Kurzgeschichten (alle über Versuchung, Korruption und Wiedergutmachung unter modernen Kriminellen, großen und kleinen) mit so viel Energie und Erfindungsreichtum auf, dass die Zuschauer sowohl erheitert als auch erschöpft den Saal verlassen -- mit klopfendem Herzen und verkrampften Händen von der Fahrt. (Ach, und der ansteckende, Surfgitarren-lastige Soundtrack ist schmackhafter als ein Hamburger Royal mit Käse.) --Jim Emerson
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