von Melodram
(27. Juni 2009 17:32:34)
|
|
AKTUALISIERT 12. November 2009 05:21:51 |
Einer der tragischsten Liebesfilme überhaupt. In der Stille und Einsamkeit der rauhen Wildnis entwickelt sich langsam eine Liebe, von der beide nicht mehr loskommen sollen... Jake (Jake Gyllenhaal) verkörpert den leidenschaftlichen Draufgänger, Träumer und Rebell, der Mut zu Gefühlen hat und erbittert für die Liebe kämpft. Der schüchterne Realist Ennis (Heath Ledger) dagegen kämpft anfangs stark gegen seine Gefühle an, nicht zuletzt aus Angst vor Konsequenzen. Er kann nur schwer und sehr selten seine Gefühle zum Ausdruck bringen. Ein ergreifender Film über eine große Liebe zwischen zwei Cowboys, gefangen in den gesellschaftlichen Zuständen. Beide sind gezwungen, ihre Liebe geheim zu halten. Die tragische, verlorene Chance auf ein erfülltes und glückliches Leben. Was bleibt, sind einzigartige, wertvolle Augenblicke des intensiven Glücks als Erinnerung... Schwule und Lesben gelten für einen Großteil der Gesellschaft als "abnormal", "seltsam", "uncool" oder "pervers", weil sie anders sind. Viele verurteilen gleichgeschlechtliche Liebe, weil sie es nicht verstehen. Angst, Unwissenheit, Vorurteile und Ekel spielen dabei eine entscheidende Rolle. Homophobe sind Menschen, die Homosexuellen gegenüber aggressiv auftreten. Darunter viele heterosexuelle Männer, die sich in ihrer Männlichkeit angegriffen fühlen, weil schwul laut Klischee soviel wie "unmännlich" bedeutet. Sie wollen in keinster Weise damit in Verbindung gebracht werden, um ihrem Ansehen in der Gruppe nicht zu schaden. Oder sind sie vielleicht selbst heimlich schwul, aber verleugnen es und verurteilen Homosexualität, um von sich abzulenken und zu "tarnen"? Aber sind Schwule nicht auch einfach nur Menschen, die glücklich sein wollen, die leben und lieben wollen und zwar nach ihren Gefühlen? So, wie sie die Natur geschaffen hat? Kann man sie deshalb verurteilen, nur weil sie aufs gleiche Geschlecht stehen? Wen tun sie damit weh? Sollen sich Schwule ein Leben lang verstellen, verstecken und anderen etwas vorspielen? Sich selbst und andere belügen? Verleugnen, wer sie sind, nur um sich anzupassen? Haben sie nicht auch das Recht, frei zu leben, zu lieben und zu sich selbst zu stehen? Und haben Homophobe einfach das Recht, Schwule für ihre Gefühle zu verurteilen? Niemand hat das Recht, Liebe zu verurteilen. Lieben ist ein menschliches Recht. Liebe kennt weder Geschlecht noch Hautfarbe. Wie kann dann eine Gesellschaft verlangen, dass man seine Gefühle unterdrücken und verleugnen soll? Wer seine Gefühle verleugnen soll, der ist letztendlich auch dazu gezwungen, sich selbst zu verleugnen und dann ist er nicht mehr er selbst, denn die Gefühle machen den Menschen aus. Sie sind das Mächtigste in uns, sie leiten uns und machen uns erst lebendig, zu dem, was wir sind. Niemand kann sich über sie stellen, niemand kann sie abtöten oder verbieten. Homosexuell zu sein ist keine Entscheidung. Man hat keine andere Wahl als zu seinen Gefühlen zu stehen. Andernfalls belügt man sich selbst und kann nie glücklich leben. "Sich gegen seine Sexualität aufzulehnen ist eine Vergewaltigung der Natur." Seit der Existenz von Tieren und Menschen gibt es auch gleichgeschlechtliche Liebe. Viele Schwule und Lesben mussten bzw. müssen sich immer noch aufgrund politischer und religiöser Verbote verstecken, deshalb "gab" bzw. "gibt" es offiziell keine. Es ist jedoch ganz natürlich, dass ein gewisser Anteil von Menschen und Tieren homosexuell ist. Keine Religion und keine Politik kann sich über die Natur stellen, darüber richten und Gefühle verbieten. Jeder sollte zuerst auf sein eigenes Herz hören und den Mut und die Offenheit besitzen, sich seinen Vorurteilen zu stellen.
|