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Die Eiserne Lady (2011)
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Übersicht
Nutzer-Bewertung:
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Regisseur:
Drehbuchautor:
Abi Morgan (Drehbuch)
Premierendatum:
1. März 2012 (Deutschland)
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Genre:
Biographie | Drama
NewsDesk:
(91 Artikel)
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Nutzerkommentare:
Achte auf deine Gedanken denn sie werden Worte, achte auf deine Besetzung und es wird ein großartiger Film
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Diskussionsforen
Plaudern Sie über diesen Film mit anderen Nutzern im IMDb Diskussionsforum für Die Eiserne Lady (2011)Besetzung
(Hauptdarsteller)| Meryl Streep | ... | Margaret Thatcher | |
| Jim Broadbent | ... | Denis Thatcher | |
| Susan Brown | ... | June | |
| Alice da Cunha | ... | Cleaner | |
| Phoebe Waller-Bridge | ... | Susie | |
| Iain Glen | ... | Alfred Roberts | |
| Alexandra Roach | ... | Young Margaret Thatcher | |
| Victoria Bewick | ... | Muriel Roberts | |
| Emma Dewhurst | ... | Beatrice Roberts | |
| Olivia Colman | ... | Carol Thatcher | |
| Harry Lloyd | ... | Young Denis Thatcher | |
| Sylvestra Le Touzel | ... | Hostess 1949 | |
| Michael Culkin | ... | Host 1949 | |
| Stephanie Jacob | ... | Female Guest 1949 | |
| Robert Portal | ... | Grey Suited Guest 1949 |
Weitere Details
Auch bekannt als:
"The Iron Lady" - UK (Originaltitel)
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Länge:
105 Min
Land:
UK | Frankreich
Sprache:
Englisch
Farbe:
Farbe
Seitenverhältnis:
2,35 : 1 Mehr ansehen »
Tonverfahren:
Dolby Digital
Altersfreigabe:
Irland:12A | UK:12A | Malaysia:PG-13 | Kanada:PG (Ontario) | Australien:M | Niederlande:12 | Schweden:11 | Japan:G | Schweiz:10 (canton of Geneva) | Schweiz:10 (canton of Vaud) | Singapur:PG13 | Südkorea:12 | Portugal:M/12 | Brasilien:12 | Indien:U | Hong Kong:IIA | USA:PG-13 (certificate #47010)
Drehorte:
Wimbledon Film and Television Studios, London, England, UKMehr ansehen »
Firma:
Unterhaltsames
Bezüge zu anderen Titeln:
Ausschnittsweise enthalten in 18th Annual Screen Actors Guild Awards (2012) (TV)Mehr ansehen »
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Unternehmen.
*** Dieser Kommentar kann Spielverderber enthalten ***
Langatmig, informativ, aufklärend aber auch verklärend wirken Hollywood-Biographien zumeist. Doch die Erzählung über Margaret Thatcher, der 74. Premierministerin des Vereinigten Königreichs macht alles völlig richtig um den Zuschauer zu packen, zu informieren und gleichzeitig keine Meinung aufzuoktroyieren.
Doch warum dieser positive Eindruck? Der Geschichtsaufbau ist überraschend gewählt. Eine aus Rückblicken zusammenspielende Erzählung einer inzwischen an Demenz erkrankten alten, aber willensstarken Dame, fokussiert sich anfangs auf die emotionale Darstellung des Hauptcharakters anstatt den Kinobesucher mit Jahreszahlen oder politischen Fachbegriffen zu langweilen. Der immer weiter ausholende Rückgriff in die Vergangenheit der etwas mitleidigen Lady Thatcher ermöglicht einen angenehmen Start in den zeitgeschichtlichen Abschnitt ihres Lebens. Die sehr reduzierte Kulisse ihres Ruhestandwohnsitzes und die leise untermalende Musik fesseln trotz etwas längerer Vorlaufzeit zu wirklichen Ereignissen.
Endlich bei der Erzählung im Premierministerinnendasein angekommen, geht es Schlag auf Schlag. Die schweren Unruhen, die finanzielle Situation des Landes sowie die persönliche Darstellung ihres" Falklandkrieges sind mitreißend erzählt und immer noch durch perfekt inszenierte Zeitsprünge und Übergänge mit dem Heute verbunden. Schließt sich zum Schluss der Kreis ihres Lebenstraumes nicht beim Abwaschen einer Tasse das Zeitliche zu segnen hat man kaum gemerkt, dass 104 Minuten vergangen sind und der Film ein stimmig inszeniertes Ende gefunden hat.
Natürlich muss man sagen, dass in dieser kompakten Filmlänge ein so ereignisreiches Leben, wie das der eisernen Lady Abstriche in der Erzähltiefe machen muss. Kritiker werden unter anderem genau darauf hinweisen, dass viele Stationen der Geschichte oberflächlich angeschnitten werden. Hintergründe für Anschläge oder tatsächliche gesetzliche oder politische Maßnahmen werden kaum erläutert und der Fokus bleibt weiterhin auf den Konflikt der Entscheidungsträgerin zwischen ihrem Willen harte Entscheidungen zu treffen und ihrem Mitgefühl für die Bevölkerung. Doch ich persönliche sehe diese Entscheidung des Regisseurs als positiv an, da der durchschnittliche Kinobesucher sicher interessiert an Details wäre, aber dennoch auf keinen Fall durch informative Reizüberflutung zum Abschalten gezwungen werden darf. Hierdurch würde die emotionale Bindung völlig verloren gehen und dieses cineastische Werk würde vollends seine Wirkung verfehlen.
Ein weiterer großer Kritikpunkt der immer wieder durch die Medien strömt, ist die verklärende Darstellung der umstrittenen Politikerin. In ihrer über eine Dekade andauernden Amtszeit wurden viele unliebsame Entscheidungen getroffen deren Wirkung diskutabel ist. Da hier jedoch Lady Thatcher ihre Geschichte aus ihrer persönlichen Sicht erzählt, ist es verständlich, dass vieles als positiver dargestellt werden muss als es war.
Aber all den erklärbaren Schwachpunkten zum Trotz erstrahlt der Film durch die brillante Darstellung der dafür mit dem Oskar gekürten Meryl Streep. Durch erstaunlich überzeugende maskenbildnerische Arbeit wirkt die Figur der Lady Thatcher in jedem Alter, natürlich in ganz jungen Jahren von anderen Darstellerinnen dargestellt, durchwegs überzeugend, ergreifend tragisch in ihrem krankheitsbedingten Leiden und charismatisch mitreißend als politische Figur. Keinen Moment zweifelt man an ihrer Identifikation mit einer der prägendsten Persönlichkeiten des 20.Jahrhunderts.
Dieser Film ist wirklich eine Empfehlung wert. Und selbst wenn die politische Gesinnung und die Entscheidungen der konservativen Lady nicht jedem zusagen, politische Persönlichkeiten die mit voller Überzeugung für ihr Land eintreten sind leider selten geworden und vielleicht kann der Ausflug in die Zeitgeschichte uns als Zuseher davon wenigstens eine kurze Zeit ablenken.