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Regisseur:
Drehbuchautor:
Quentin Tarantino (geschrieben von)
Premierendatum:
19. Juli 2007 (Deutschland) Mehr ansehen »
Genre:
Action | Thriller
Handlung:
Ex-Stuntman Mike, gekennzeichnet durch eine Narbe im Gesicht, ist ein brutaler Serienkiller. Mit seinem "todsicheren" Wagen geht er auf Brautschau... Mehr ansehen »
Nutzerkommentare:
Mit Abstand Tarantinos schlechtester Film! Mehr ansehen (1 insgesamt) »

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Weitere Details

Auch bekannt als:
"Death Proof" - USA (Originaltitel)
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Länge:
114 Min (international version) | Japan:113 Min | USA:87 Min (Grindhouse version) | 121 Min (Langfassung)
Land:
USA
Sprache:
Englisch
Farbe:
Farbe | Schwarzweiss
Seitenverhältnis:
2,35 : 1 Mehr ansehen »
Tonverfahren:
Dolby Digital | DTS | SDDS
Altersfreigabe:
Norwegen:15 | Finnland:K-18 | Singapur:M18 (cut) | Frankreich:-12 | UK:18 | Italien:VM14 | Irland:18 | Hong Kong:IIB | Australien:MA | Australien:MA (2007) | Portugal:M/16 | Deutschland:16 | Ungarn:18 | Schweden:15 | Südkorea:18 | Kanada:13+ (Quebec) | Brasilien:16 | Japan:R-15 | Philippinen:R-13 (MTRCB) | Spanien:18 | Neuseeland:R16 | Australien:MA (Original rating) | Kanada:18A (Canadian Home Video rating) | Niederlande:16 | Südafrika:16LV | Argentinien:16 | Island:16 | Peru:18 | Mexiko:B15 (unrated version) | Schweiz:14 (canton of Geneva) | Schweiz:14 (canton of Vaud) | USA:Not Rated (Langfassung)
Drehorte:
Austin, Texas, USAMehr ansehen »

Unterhaltsames

Bezüge zu anderen Titeln:
Nimmt Bezug auf Dawn of the Dead (2004)Mehr ansehen »

2 von 5 Nutzern fanden den folgenden Kommentar hilfreich.
Mit Abstand Tarantinos schlechtester Film!, 17. März 2011
Verfasser: Bruce Bronco aus Deutschland

*** Dieser Kommentar kann Spielverderber enthalten ***

Quentin Tarantino hat durch Filme wie "Reservoir Dogs" und "Pulp Fiction" zweifelsfrei bewiesen, dass er großartige Filme machen kann, aber trotz allem muss man nicht gleich in eine allgemeine Lobhudelei ausbrechen. Vor allem nicht bei "Death Proof"!

Der Film ist größtenteils einfach nur stinklangweilig. Man kann sich zwar in halbwegs geschickte Dialoge flüchten, die am Ende aber so nichts-sagend und überflüssig bleiben, dass man auf sie auch verzichten könnte. Sie wirken vielmehr wie eine schlechte Karikatur ihrer selbst. Man lobt Tarantino gerne für diese Art des Dialogs, aber hier wirkt es, als wäre der Dialog nur Füllmaterial, um dem Film Länge und Laufzeit zu verschaffen, statt der Story, wie in seinen anderen Filmen, Tiefe zu geben. Wo in anderen Tarantino-Filmen z.B. herrlich über einen Viertelpfünder mit Käse parliert wird, fehlen diese Momente hier nahezu völlig. Das mag aber auch daran liegen, dass es blasse, uncoole und unsympathische Charaktere sind, die diese Sätze liefern. Bei der zweiten Gruppe von Frauen wird es besser, sie sind im Vergleich zu der ersten Gruppe deutlich interessanter und auch schlagfertiger (im doppelten Sinn), aber trotzdem reicht es insgesamt nicht!

Kurt Russel als Stuntman Mike ist der Bösewicht in diesem Film und liefert eine zwiespältige Performance ab. Zu Anfang ist er wirklich cool, männlich, hat eine tolle Präsenz und stiehlt den anderen Darstellern in der Bar locker die Show. Aber genau wie den anderen Charakteren fehlt ihm die Tiefe und die Backstory. So bleibt am Ende nur der Durchgeknallte, der ohne erkennbaren Grund hübsche junge Frauen in selbst verschuldeten Unfällen tötet. Am Ende ist es einerseits interessant zu sehen, dass er zum weinerlichen Weichei wird, als er die Situation nicht mehr kontrollieren kann und vom Jäger zum Gejagten wird, aber andererseits kommt auch der Eindruck auf, dass dieser Charakter doch nur aus Plot-Gründen diese Entwicklung durchmacht, um ein Vehikel für Tarantinos offensichtlichen Hang zu liefern, starke Frauen (wie Jacky Brown und natürlich die Braut) porträtieren zu wollen. Das an sich ist ja nicht schlimm, aber es funktioniert hier einfach nicht richtig.

Man darf natürlich nicht verkennen, dass es sich um einen "Grindhouse"- Film handeln soll und der Film eine Hommage an eben jene billigen, schmuddeligen und brutalen Filme aus den 70ern und 80ern ist, aber das ist keine Ausrede dafür, sich an manchen Stellen wenig bis keine Mühe zu geben, um Charaktere, Story oder Spannungsbogen interessant und unterhaltsam zu halten! Und das Argument, dass man den Film wohl nicht verstanden hat, zieht auch nicht, wenn es sich dabei um so viele Anspielungen, Zitate und Anleihen auf Filme handelt, die so obskur und selten sind, dass sich wohl auch nur die Wenigsten damit überhaupt auskennen können. Es ist wie bei einem Insider- Witz, den einzig die Leute verstehen, die "dabei" waren oder die Umstände kennen. Alle anderen bleiben mehr oder weniger außen vor, kratzen sich verwirrt am Kopf und fragen sich, was das Ganze eigentlich sollte. Tarantino hat diesen Film scheinbar für ein überschaubares Publikum und vor allem für sich selbst gedreht und wenn man den Film so einordnet, kann man dem Film und dem Regisseur auch verzeihen. Sieht man den Film aber als das, was er eigentlich sein sollte, nämlich ein Unterhaltungsfilm, so bemerkt man schnell, dass man einfach nicht genug unterhalten wird, bis auf die Verfolgungsjagd am Ende.

Hier ist der klare Höhepunkt, auf den man den ganzen Film über gewartet hat. Die Verfolgungsjagd ist nervenaufreibend, dynamisch und großartig gefilmt. Das Ganze ist ohne jeglichen CGI- Effekte, was sehr erfrischend wirkt und durch den dadurch entstehenden Realismus maßgeblich zur Spannung beiträgt. Es ist ohne Zweifel eine der herausragendsten Auto-Verfolgungsjagden der Filmgeschichte, das muss man dem Film, so schleppend und langweilig er auch über weite Strecken sein mag, einfach auch fairerweise zugestehen.

Dieses Ende alleine könnte so Manchen mit dem Film versöhnen. Andere sehen sich dadurch nur darin bestätigt, dass leider sehr viel Potenzial ungenutzt geblieben ist.

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