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Regisseur:
Drehbuchautoren:
Odile Barski (scenario, adaptation and dialogue) &
Claude Chabrol (scenario, adaptation and dialogue)
Premierendatum:
9. Juli 2009 (Deutschland) Mehr ansehen »
Genre:
Krimi | Drama
NewsDesk:
(4 Artikel)
Der französische Ausnahmeregisseur Claude Chabrol ist tot
 (von Filmstarts.de. 13. September 2010, 9:25 AM, PDT)

Gerard Depardieu kämpft um sein Leben in Diamond 13
 (von Moviepilot.de. 5. Februar 2010, 5:24 AM, PST)

Kommissar Bellamy ist zahm und träge
 (von Moviepilot.de. 8. Juli 2009, 9:26 PM, PDT)

Nutzerkommentare:
Ein gereifter Chabrol Mehr ansehen (1 insgesamt) »

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Besetzung

  (Hauptdarsteller)

Gérard Depardieu ... Paul Bellamy

Clovis Cornillac ... Jacques Lebas

Jacques Gamblin ... Noël Gentil / Emile Leullet / Denis Leprince
Marie Bunel ... Françoise Bellamy

Vahina Giocante ... Nadia Sancho
Marie Matheron ... Madame Leullet
Adrienne Pauly ... Claire Bonheur
Yves Verhoeven ... Alain
Bruno Abraham-Kremer ... Bernard
Rodolphe Pauly ... L'avocat
Maxence Aubenas ... Gilles
Anne Maureau ... La journaliste TV
Henri Cohen ... Le Président du tribunal
Thierry Calas ... Le médecin-légiste
Dominique Ratonnat ... Le médecin
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Weitere Details

Auch bekannt als:
"Bellamy" - Frankreich (Originaltitel)
"Kommissar Bellamy - Mord als Souvenir" - Deutschland (Titel auf DVD Box)
Mehr ansehen »
Länge:
Argentinien:110 Min | Deutschland:110 Min (Berlin International Film Festival) | USA:110 Min
Land:
Frankreich
Sprache:
Französisch
Farbe:
Farbe
Seitenverhältnis:
1,85 : 1 Mehr ansehen »
Tonverfahren:
Dolby
Altersfreigabe:
Schweiz:10 (canton of Geneva) | Schweiz:10 (canton of Vaud) | Argentinien:13 | Portugal:M/12 | Australien:MA | Deutschland:6 (f)
Drehorte:
Montpellier, Hérault, FrankreichMehr ansehen »

Unterhaltsames

Bezüge zu anderen Titeln:
Ausschnittsweise enthalten in "Ebert Presents: At the Movies: Episode #1.5" (2011)Mehr ansehen »

Ein gereifter Chabrol, 9. Dezember 2009
Verfasser: Wolfgang E. Ott aus Deutschland

Darauf haben Kinofans lange warten müssen: Die beiden Titanen des modernen französischen Films in einem Opus - Gérard Depardieu unter der Regie des "Maître du mystère" Claude Chabrol.

Im Alter von 79 Jahren betrachtet Chabrol die Gesellschaft in einem etwas milderen Licht und ist bei "Ballamy" etwas weniger sozialkritisch als in einigen seiner vorhergehenden Filmen wie z.B. "La fleur du mal", "La cérémonie" oder "L'ivresse du pouvoir". Aber dennoch hat er wieder zu seiner ursprünglichen Linie zurückgefunden, nachdem er m.E. 2007 mit "La fille coupée en deux" einen weniger eindrucksvollen und weniger spannungsgeladenen Film gedreht hatte.

Ein weiteres Indiz ist seine Widmung an Georges Simenon am Anfang des Films - Chabrol möchte mit "Bellamy" dem großartigen Kriminalautor seine Rverenz erweisen.

Meisterhaft wird die Figur des Kriminalkommissars aus Paris durch Gérard Depardieu verkörpert. In vielleicht für ungeduldige Gemüter zu behäbiger Manier wird die Hauptfigur gekonnt charakterisiert und dabei tritt die Handlung der Kriminalstory oft in den Hintergrund. Viel interessanter ist die Figur des Protagonisten, der dieses Mal nicht der Mörder, sondern sein Verfolger ist. Dabei fließt die Kriminalhandlung im Hintergrund, um dann ihr überraschendes Ende zu finden.

Im Gegensatz zu den bereits genannten Filmen zeigt Chabrol die Gesellschaft einfach so wie sie ist, ohne auf seine früher praktizierte, ätzende und zutreffende Kritik zurückzugreifen. Ist das bereits ein Zeichen für Resignation oder ist das nur dem Alter geschuldet, das die gesellschaftliche Situation hinnimmt, weil sie sich auch durch noch so engagierte Kritik nicht geändert hat - sondern im Gegenteil in der heutigen Zeit noch intoleranter und brutaler geworden ist? Auf jeden Fall ist "Bellamy" wieder ein "echter" Chabrol wie wir ihn kennen und schätzen, verhaftet in der Welt des Bösen, wobei er sich keine Illusionen über die Praxis der Polizeiarbeit macht (Typisch die Szene, in der der lokale Polizeikommissar aus Nîmes im Bett der Geliebten des Hauptverdächtigen landet). Wie sagte Chabrol so schön: "Nous vivons dans une époque où les pizzas arrivent plus vite que la police (Wir leben in einer Zeit, in der die Pizzas schneller als die Polizei kommen)."

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