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Regisseur:
Drehbuchautoren (WGA):
Aaron Sorkin (Drehbuch)
Ben Mezrich (Buch)
Premierendatum:
7. Oktober 2010 (Deutschland) Mehr ansehen »
Genre:
Biographie | Drama
Handlung:
Als der Harvard Student Mark Zuckerberg sich eines einsamen Herbstabends an seinen Computer setzt und beginnt sich in die Netzwerke seiner Universität zu hacken und Informationen über die weiblichen Studentinnen ins Netz zu stellen... Mehr ansehen »
Nutzerkommentare:
Ein wundersames Schauspiel zum Staunen und zur Freude Mehr ansehen (1 insgesamt) »

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Besetzung

  (Hauptdarsteller)

Jesse Eisenberg ... Mark Zuckerberg

Rooney Mara ... Erica Albright

Bryan Barter ... Billy Olsen

Dustin Fitzsimons ... Phoenix Club President

Joseph Mazzello ... Dustin Moskovitz

Patrick Mapel ... Chris Hughes

Andrew Garfield ... Eduardo Saverin

Toby Meuli ... Phoenix Member Playing Facemash
Alecia Svensen ... Girl at Phoenix Club
Jami Owen ... Student Playing Facemash
James Dastoli ... Student Playing Facemash
Robert Dastoli ... Student Playing Facemash

Scotty Crowe ... Student Playing Facemash

Jayk Gallagher ... Student Playing Facemash

Marcella Lentz-Pope ... Erica's Roommate
Mehr ansehen »

Weitere Details

Auch bekannt als:
Länge:
120 Min
Land:
USA
Sprache:
Englisch | Französisch
Farbe:
Farbe
Seitenverhältnis:
2,35 : 1 Mehr ansehen »
Tonverfahren:
Dolby Digital | DTS (als dts) | SDDS
Altersfreigabe:
Irland:15A | USA:PG-13 (certificate #45861) | UK:12A | Kanada:14A (Ontario) | Südkorea:15 | Schweiz:12 (canton of Geneva) | Schweiz:12 (canton of Vaud) | Singapur:NC-16 | Japan:PG12 | Norwegen:A | Malaysia:18 | Schweden:Btl | Philippinen:R-13 (MTRCB) | Portugal:M/12 | Australien:M | Brasilien:14 | Chile:Y7 | Deutschland:12 | Kanada:G (Quebec) | Kanada:PG (Alberta/British Columbia/Manitoba) | Hong Kong:IIB | Argentinien:13 | Peru:14 | Niederlande:12 | Südafrika:13LS | Neuseeland:M | Österreich:12 | Spanien:7 | Frankreich:U
Drehorte:
Andover, Massachusetts, USAMehr ansehen »

Unterhaltsames

Bezüge zu anderen Titeln:

5 von 8 Nutzern fanden den folgenden Kommentar hilfreich.
Ein wundersames Schauspiel zum Staunen und zur Freude, 7. Oktober 2010
Verfasser: Der Senior aus Deutschland

*** Dieser Kommentar kann Spielverderber enthalten ***

David Fincher hat mit „The Social Network" ein faszinierendes Filmwerk geschaffen, von dem ich ganz bewusst und ohne sich in den Chor üblicher Allgemeinplätze einzureihen, als Meisterarbeit im alten Sinne spreche, obwohl er ein sehr moderner Film ist. Die Beteiligten, ob Kamera, Schnitt, Beleuchtung, Set-Design und Musik haben als Team eine der besten Produktionsleistungen der letzten Jahre erbracht, einige davon sind herausragend, etwa Drehbuch, Regie, Schauspiel und – selten genannt – die Tonmischung, die außergewöhnlich gelungen ist.

Das Werk, das sich in detaillierter Beobachtung, mit den persönlichen Entwicklungen und Beziehungen der Menschen beschäftigt, die hinter der Webseite „Facebook" stehen (oder stehen möchten), und nur partiell Wirkung und Bedeutung von „Facebook" selbst zeigt, birgt, obschon als Ganzes ungemein homogen, einige atemraubende Sequenzen die bald schon als Zitate mit hohem Wiedererkennungswert Anwendung finden werden, wie der High-Speed-Eröffnungsdialog, ein verbaler Anfalls- und Überfallsartiger Kampf von Emotion und Intellekt oder die wundersame Analyse, in der Musik-Clip-artig entrückend, inszenierten Sezierung des Scheiterns der Träume zweier Antagonisten des "Facebook"-Gründers Mark Zuckerberg – mit der an Walter/Wendy Carlos erinnernden Interpretation klassischer Musik für Stanley Kubrick in „Clockwork Orange" (1971), in diesem Fall von Griegs „Peer Gynt" durch Trent Reznor und Atticos Ross. Nicht nur der speziellen Hinweise und Samples im Score wegen, könnte man „The Social Network", als geistigen Nachfolger von Finchers 1999er-Film „Fight Club" begreifen. Beide Filme thematisieren zwanghaft erlittene Traumas und den Verlust und den Kampf um soziale Bindungen, beziehen sich auf den Zeitgeist, den Zwang zum Erfolg um den Preis des Seelenfriedens und sind, jeder auf seine Weise, als Thriller inszeniert. Aber das nur ein Nebenbeigedanke – wobei man schon sagen kann, das „The Social Network" weitaus mehr Mind-Thriller ist, als es Christopher Nolans spannender, aber nur partiell gelungener „Inception" (2010) war.

Nicht nur die visuelle Inszenierung betreffend, ist David Fincher der zurzeit talentierteste Regisseur, der sich dem digitalen Medium verschrieben hat, kein Film, der in DV gedreht wurde reicht an Finchers „Zodiac" (2007) und „The Social Network" heran. Mit 120 Minuten Spieldauer, hätte der reizvollste Dialogbestimmte Film unserer Tage, nach dem spritzig-energetischen Drehbuch von Aaron Sorkin, durchaus eine halbe Stunde länger dauern können. Nicht weil die Geschichte in zu kurzer Zeit erzählt wird, im Gegenteil, Tempo und Länge harmonisieren vortrefflich, sondern weil man nicht genug bekommt, von dem die Sinne und den Geist stimulierenden Geschehen, ähnlich wie es einen 1983 mit Peter Greenaways „The Draughtsman's Contract" („Der Kontrakt des Zeichners") erging. Sprache und ihre hypnotisierende Darstellung werden auch hier zum tief befriedigenden Erlebnis. Selten machen Worte im Kino solche Freude, wobei ich mich hier auf die Originalfassung beziehe, also keine Angaben zur Qualität der deutschen Synchronisation gemacht werden können.

Einziger Minuspunkt, den man aber nicht den Filmemachern ankreiden kann, ist die, zwar wirksame, aber eher als peinlich zu empfindende Medienkampagne die den Film unterstützt. Dazu zählen nicht nur die Trailer (in dem der Charakter des Herrn Zuckerberg als Punk bezeichnet wird, was soweit von jeder Realität und dem Filmgeschehen ist, das man sich wundert welchem Genie dieser Einfall gekommen sein mag), sondern auch die Berichterstattung der Medien zum Film und seinem Ereignis. Die Einfallt von Journalisten und auf diesem Gebiet Tätigen wird nur noch von der Dummheit jener übertroffen, die auf solche Betitelungen wie „Der Film der unsere Generation definiert" hereinfallen. Was für ein Schwachsinn. Dem Film ist es nicht an zulasten, das diese und andere Peinlichkeiten, interessierten Zuschauern, womöglich die Freude am Kinobesuch vergällen.

Unberührt davon, bleibt Finchers neuer Spielfilm eine kunstvolle, wie unterhaltsame Wunderarbeit, die den Zauber eines Kinoerlebnisses verbreitet, das lange nach wirkt. Jenen, die der Meinung sind, sie möchten warten bis die DVD erscheint, sei ans Herz gelegt, das Werk im Kino, auf der großen Leinwand zu sehen, dort wo es als großer Film hingehört, wo seine Wirkung seine ganz eigene ist. Vor und mit Jacques Audiards „Un Prophète" („Ein Prophet") ist David Finchers „The Social Network" der Film des Jahres 2010.

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